Interessant ist es zu erfahren, dass 1925 der Stundenlohn eines Maurers 70 Pfennig und der eines Lehrlings 15 Pfennig betrug. Gebräuchliche Bauform war damals für Einfamilien- und Geschäftshäuser das Bruchsteinhaus aus heimischem Sandstein. Die Steine wurden selber gebrochen und behauen. Nicht umsonst hieß es: "Niehaus Kerls -Brocken-Kerls!".

Nach dem Kriege wurde mit dem Wiederaufbau der zerstörten Bauernhäuser begonnen. Siedlungshäuser, Einfamilienhäuser sowie große Wohnanlagen wurden erstellt.
In Arbeitsgemeinschaften wurden Großbauten
(z. B. kath. Kirche in Laggenbeck, Rathaus in Ibbenbüren usw.) erbaut. Vorgesehen zur Weiterführung des Betriebes war der Bauingenieur August Niehaus. Da er jedoch in den letzten Kriegstagen fiel, entschloss sich sein Bruder Franz den Betrieb weiterzuführen. Nach abgeschlossener Gesellen- und Meisterprüfung übernahm er am 1. April 1961 das Baugeschäft seines Vaters.